Mitgliedsgruppe seit 2018
Mit Sonne, Mond und Sternen
im Lebensrhythmus bleiben
Der Waldgarten im Seifersdorfer Tal an der Stadtgrenze von Dresden nahe Radeberg ist ein öffentlich zugänglicher Erlebnisraum für Mensch und Natur. Hier wird der einfache Lebensstil vom Rhythmus der Sonne bestimmt. Begründet wurde der Garten im Jahre 2002 aus Liebe zur Natur mit umfangreichen Renaturierungen.

Kontakt
**V. Schenk, Seiferdorfer Tal 6, 01454 Wachau OT Seifersdorf, 03528 452642.
Der Waldgarten steht für…
Soziale Gerechtigkeit
Der Waldgarten in seiner Vielfalt ist ein Begegnungsort für Mensch und Natur zum gegenseitigen Kennenlernen. Er ist bietet eine niedrigschwellige Quelle für Erholung und Wachstum sowie die Möglichkeit für gemeinsame und gemeinschaftliche Gestaltung.
Ökologische Sinnhaftigkeit
Ziel ist es, schonende Nutzungen der Natur durch den Menschen zu gegenseitigem Wohlbefinden zu fördern.
Gemeinwohlorientierung
Dies bedeutet Liebe durch gelebten Gewaltverzicht gegenüber Mensch und Natur zu erlernen. Der Waldgarten dient damit als Quelle der Gesundheit und Lebensenergie und spiegelt so die der Weisheit der Natur wieder. Als Ort einer lebendigen Vielfalt kann er als Vorbild für eine gerechte Verteilung gesellschaftlichen Reichtums gesehen werden.
Friedensarbeit
Der Frieden und die Liebe des Universums können Mensch und Natur gemeinsam durch die friedliche Lösung verschiedenster Konflikte fördern. Der Mensch verfügt dabei über ein großes Liebespotenzial, welches er auch der Natur vermitteln kann. Der Waldgarten fördert den Ausgleich unterschiedlicher Ansichten durch die Vermittlung der Liebe der freundlichen Natur (Sonne, Mond, Sterne, Heilpflanzenwelt, Singvögel, Bienen u. a.).
Erlebnisberichte

Lebensräume mit allen Sinnen gestalten
Wir befinden uns im felsigen Flußtal der Großen Röder. Die reiche Naturausstattung wurde 1961 in der DDR mit der Ausweisung als NSG und später in der BRD als FFH-Gebiet gewürdigt. Das etwa zwei Hektar große Areal des Waldgartens umfaßt Quellen, Bäche Tümpel, Flußufer und -altarme, dazu Wälder, Gebüsche und Wiesen sowie Wanderwege, Platzflächen und ehemalige Mühlengebäude.

Praktisch ging es in den ersten 10 Jahren darum, aus einem extrem vemüllten und verbauten (50%) einstigen Naturparadies einen gemeinsamen Garten für Natur und Mensch zu „zaubern“ und aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Ziel ist, auf geistige Zwänge (jegliche kraftstoff- oder elektrisch betriebene Technik) gegenüber der Natur verzichten zu lernen. Diese sollen nur so lange verwendet werden bis sie nicht mehr nötig sind. Das alternative Ziel ist ein ehrliches, gegenseitiges Wohlbefinden von Natur und Mensch. Das Finden einer gemeinsamen Sprache könnte man Liebe nennen.
Der Waldgarten versteht sich als Entwicklung der Landschaftsgärten der Spätromantik, von denen einer der ersten 1781 hier in unmittelbarer Nähe begründet wurde und den Namen des Tales trägt. Ziel der Entwicklung besteht aus Frieden mit dem Wald durch vegane Nutzbarkeit und Mitgefühl. Spielerischer Umgang und Gestaltung im Sonnenrhythmus sind ein gegenseitiger Lernprozess.
Auch in den vergangen Jahren wurden die bestehenden Projekte weitergeführt. Diese stehen nun nach der Renaturierung im Zeichen täglicher Pflege und schonungsvoller Nutzung der gemeinsamen Lebensräume von Natur und Mensch. Ziele sind saubere Luft und Wasser, vielfältige vegane Nahrungsangebote und deren Heilwirkungen, sowie das Erlernen von naturnahen Gärtnern und der Wiederbelebung traditionellen Handwerks.
Im Frieden mit der Natur werden zwei Projekte vorangetragen – Minerva-Tempel und Feenkrone. Zum Verständnis: Minerva ist die Göttin der schönen Künste und des Naturhandwerks. Die Feenkrone sind die Feen in Gewässern, Quellen, Sümpfen und Weihern.

Einzelprojekte
- Sinnlichkeit
- Meditation, Fasten und Körperübungen zur sinnbezogenen Einfühlung in andere Lebewesen -Weisheit der Natur
- Wasser-Quellen – Ursprung des Lebens
- Farben, Duft und Geschmack in Pflanzen und Mineralien
- Musik des Waldes – Vögel, Bienen, Blätterrauschen, Quellen, Bäche, Fluß u. a.
- Pflanzenverwendung
- Faserpflanzen
- Wildgemüse und Kräuter
- Wild- und Kulturobst
- Bienen- und Insektenpflanzen
- naturnahes Gärtnern
- Gehölzschnitt und Bruchholzverwendung zur Biotopanlage
- Holz für Feuer, weiße Holzasche
- Pflanzungen
- Gestaltung von Baumlauben, Erholungsplätzen, Wegen u.a.
- Naturgehölzbaumschule und Staudengärtnerei mit Pflanzenschaugarten
- Begegnungen
- Bauwagen
- zahlreiche Begegnungen, Exkursionen und Pflegeeinsätze
Die Projekte dienen der Erfahrung von Nachhaltigkeit und dem globalen Klimaschutz.
Nachhaltigkeit, Abfall und Weisheit der Natur
Das Leben mit und von der Natur hilft, die Einsichten und Fähigkeiten zu vermitteln und die Abhängigkeiten von westlch geprägten, technisch, industriell und abfallwirtschaftlichen Zwängen zu verringern. Die Liebe und Achtung gegenüber der Natur kann den Menschen dazu bewegen, naturgegebne Lebensquellen und -kreisläufe zu verwenden. Die Verringerung künstlicher Produkte verringert naturgemäß auch deren Abfälle, d. h. die mutwillige Zerstörung von Naturabläufen.
Eindrucksvoll zeigt die Nutzung von Trinkwasser aus naturgegebenen, von uns gepflegten und gestalteten Quellen – im Vergleich zu technischen Trinkwasseranschlüssen – die Unterschiede in Aufwand, Kosten, Pflege und Wohlbefinden.
Der Waldgarten wurde in den vergangenen Jahren immer mehr Rückzugs- und Sammelort für vom Aussterben bedrohte Pflanzen- und Tierarten (z.B. Aurora-Falter, Eisvogel, Adler).
Klimatische Extremwetterereignisse wie Sturm und Hochwasser häufen sich und erhöhen Kräfteaufwand und zwingen zum Umdenken.
Es gibt vielfältige fruchtbare Beziehungen zu NGOs und zu Behörden.
Das Gelände ist offen für Besucher, Bewohner und Mitgestalter. Eine Vertiefung der Zusammenarbeit mit dem Gartennetzwerk Dresden ist geplant. Es ist dringend die Sanierung bestehender Gebäude notwendig. Der Waldgarten ist offen für Hilfe und neue Ideen.

